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Es gibt zwei Wege, den Beruf der Medizinischen Praxisassistentin (MPA) zu erlernen: In einer dreijährigen BBT-Lehre oder im Rahmen der Schulausbildung mit Praktikum. In beiden Fällen kann während der drei Ausbildungsjahre die Berufsmaturitätsschule besucht werden. Diese vermittelt eine erweiterte Allgemeinbildung als Ergänzung zur beruflichen Grundbildung.
Ab Sommer 2010 wird die Berit-Exbit-Schulen AG in Zusammenarbeit mit der Berufsmaturitätsschule Zürich (BMZ) neu auch den MPA-Lernenden, welche den Weg „Schulausbildung mit Praktikum“ wählen, die Möglichkeit bieten, parallel zur Grundausbildung die Berufsmaturität (Gesundheitlich-Soziales-Profil) zu erwerben. Die Lernenden besuchen an der Berit-Exbit-Schule den fachkundlichen Unterricht und an der BMZ den Berufsmaturitätsunterricht.
Die Berufsmaturität umfasst eine breite naturwissenschaftliche und sprachliche Allgemeinbildung sowie Grundlagen im Gebiet der Sozialwissenschaften, der Geschichte und der Wirtschaft. Sie erhöht die Fach-, Selbst- und Sozialkompetenz und fördert die berufliche und persönliche Flexibilität. Sie führt zu den höheren Fachschulen und Fachhochschulen – solche bestehen seit Kurzem auch für Berufe im Gesundheitswesen.
Eine Berufslehre mit Berufsmaturität ist eine echte Alternative zur gymnasialen Ausbildung. Der Erwerb der Berufsmaturität garantiert optimale Grundlagen in Theorie und Praxis. Rund 15% aller Jugendlichen, die im Kanton Zürich eine Berufslehre absolvieren, erwerben zusätzlich zum eidgenössischen Fähigkeitszeugnis eine Berufsmaturität.
Man kann von diesen Lernenden eine vorzügliche Leistungsbereitschaft, ein engagiertes betriebliches Denken sowie Flexibilität erwarten. Absolventinnen und Absolventen dieser Ausbildung sollen die Ärztin oder den Arzt entlasten sowie den Aufbau eines mittleren Kaders erleichtern. Es erhöht zudem das bildungspolitische Prestige der Ausbildung zur Medizinischen Praxisassistentin, wenn dieser Beruf auch in Kombination mit einer Berufsmaturität erlernt werden kann.
Lernende, welche die Berufsmatura anstreben, müssen fähig und bereit sein, mehr zu leisten und zusätzlichen Unterricht zu besuchen. Vor Beginn der Ausbildung findet an der BMZ eine Aufnahmeprüfung (Deutsch, Französisch, Englisch und Mathematik) statt, die sicherstellt, dass die Eintretenden über die vorausgesetzten Kenntnisse und Kompetenzen verfügen.
Für das Ausbildungsmodell „Schulausbildung mit Praktikum“ gilt: In den ersten drei sowie im letzten Semester wird die Berufsmaturitätsschule ergänzend zum berufskundlichen Unterricht besucht. Während des Praktikumsjahrs finden die Berufsmaturalektionen an anderthalb (4. Semester) bzw. an einem Tag pro Woche (5. Semester) statt.
Bei der Berufsmaturität des gesundheitlich sozialen Profils gliedert sich der Unterricht wie folgt:
Grundlagenfächer: Deutsch, Italienisch, Englisch, Geschichte/Staatslehre, Volkswirtschaft/ Betriebswirtschaft/Recht und Mathematik
Schwerpunktfächer: Naturwissenschaften (Physik, Chemie, Biologie) und Sozialwissenschaften (Soziologie, Psychologie).
Wer die Berufsmaturitätsschule besucht, ist vom Unterricht in den allgemein bildenden Fächern an der Berufsschule befreit. Das Fach Italienisch wird an der Schule für Berufe im Gesundheitswesen erteilt. Die BMZ übernimmt die Note ins Berufsmaturitätszeugnis.
Weitere Informationen zur Berufsmaturität finden Sie unter
www.bms-zuerich.ch.
Berit-Exbit-Schulen
Werner Klumpp, Schulleiter
Berufsmaturitätsschule Zürich
Markus Lippuner, Rektor
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